Kodex / Satzung

K O D E X  Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen e.V.

Innergesellschaftliche Grundsatzvereinbarungen (siehe § 3.7 der Vereinssatzung)

Die innergesellschaftlichen Grundsatzvereinbarungen des Bundesverbandes Deutscher Gesangspädagogen sind ein selbst gesetzter Kodex, der Grundwerte des BDG und Verhaltensweisen seiner Mitglieder artikuliert. Der BDG steht für gesellschaftliche und kulturelle Toleranz, Offenheit und Vielfalt. Jedes Mitglied achtet mit Wachsamkeit die Rechtsstaatlichkeit auf der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. 

Im Zusammenhang mit § 3.1. der Satzung des BDG erkennt das Mitglied mit dem Beitritt folgende Grundsätze an und ist bereit,
• das eigene Wissen um die aktuellen wissenschaftlichen und künstlerischen Inhalte des Fachgebietes in regelmäßiger Fortbildung zu ergänzen
• von Respekt und Interesse an fachlichem Austausch geprägte Beziehungen zu
Fachkollegen zu pflegen oder dafür zu sorgen, dass die Lehrergebnisse anderer Lehrer respektiert und sie nicht den eigenen Leistungen zugeschrieben werden sowie

o Schüler anderer Lehrer nicht ohne das Mitwissen der Kollegen zu unterrichten, es sei denn im Rahmen einer Studienberatung, bei Kursen, Meisterklassen oder Kongressen
• von Respekt und dem Willen zur bestmöglichen Förderung geprägte Beziehungen zu den eigenen Schülern zu pflegen.

o eine nach bestem Wissen und Gewissen möglichst realistische Einschätzung ihrer Begabungen zu geben, sie angemessen zu ermutigen und zu fördern, keine falschen Hoffnungen zu wecken oder unrealistische Berufsperspektiven aufzuzeigen

o ihre Individualität in der methodischen Arbeit zu respektieren, sie zur Selbstständigkeit zu führen und jede Form von Abhängigkeit zu vermeiden
• in geschäftlichen Angelegenheiten ein ehrenhaftes und korrektes Verhalten an den Tag zu legen, d.h. im Hinblick auf geschäftliche Fragen klare Informationen zu geben sowie klare Abmachungen über gegenseitige Erwartungen und Verpflichtungen zu formulieren.


„Wissen gibt uns Stärke,
Erfahrung gibt uns Ruhe und Gelassenheit,
Liebe und Hingabe aber geben uns Größe.“
Prof. Berthold Schmid, von 2003 bis 2010 Präsident des BDG

 

S A T Z U N G Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen e.V.

in der Neufassung vom 6. Mai 2011

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
1.1 Der Verein führt den Namen „Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen" BDG e.V. 
1.2 Der Verein hat seinen Sitz in Detmold. Er ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Detmold eingetragen. 
1.3 Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 

§ 2 Zweck des Vereins
2.1 Zweck des Vereins ist die Förderung der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung sowie die Förderung von Kunst und Kultur. Der Verein fördert die Pädagogik des Gesanges und das allgemeine Interesse am Gesang. 
2.2 Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. 
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch folgende Maßnahmen: 
- berufliche Weiterbildung durch Tagungen, Kurse und Kongresse, 
- interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den der Gesangspädagogik verwandten Fachgebieten,
- Herausgabe von Fachpublikationen,
- Vergabe von Forschungsaufträgen,
- Vergabe von Preisen und Stipendien,
- Förderung des Kontakts zwischen den Gesangspädagogen,
- Pflege des fachlichen Austauschs auf nationaler und internationaler Ebene.
2.3 Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft
3.1 Ordentliches Mitglied des Vereins kann jede natürlich Person werden, die eine gesangspädagogische Abschlussprüfung oder eine sängerisch-künstlerische Abschlussprüfung mit wenigstens 2-jähriger gesangspädagogischer Praxis nachweisen kann. Anstelle der genannten Nachweise reicht auch eine mehr als 5-jährige sängerische Berufstätigkeit im Zusammenhang mit wenigstens 2-jähriger gesangspädagogischer Praxis aus. 
3.2 Studierende der Fachrichtung Gesang und angrenzender vokaler Disziplinen können eine studentische Mitgliedschaft im Verein erwerben, die nach einer gesangspädagogischen Abschlussprüfung oder zwei Jahre nach einer künstlerischen Abschlussprüfung erlischt und auf Antrag in eine andere Form der Mitgliedschaft überführt werden kann. Es kann ein Vertreter der studentischen Mitglieder gewählt werden, um an Vorstandssitzungen in beratender Funktion teilzunehmen. 
3.3 Im Sinne der satzungsmäßigen Vereinsziele nach § 2 können natürliche und juristische Personen fördernde Mitglieder werden. Fördernde Mitglieder können nicht in den Vorstand gewählt werden und haben in der Mitgliederversammlung nur beratende Funktion, jedoch kein Stimmrecht. Es kann ein Vertreter der fördernden Mitglieder gewählt werden, um an Vorstandssitzungen in beratender Funktion teilzunehmen. 
3.4 Personen, die sich um den Verein in besonderer Weise verdient gemacht haben oder sonst für würdig befunden werden, können auf Vorschlag des Vorstands durch die Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. 
3.5 Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand zu richten ist. 
3.6 Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrages ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen. 
3.7 Mit dem Beitritt erkennt jedes Mitglied den Kodex „Innergesellschaftliche Grundsatzvereinbarungen" an und verpflichtet sich, sein Verhalten hieran auszurichten. 

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft
4.1 Die Mitgliedschaft endet: 
- mit dem Tod des Mitglieds 
- durch freiwilligen Austritt
- durch Ausschluss aus dem Verein.
4.2 Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Er ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zulässig. Er befreit nicht von der Zahlung bisher fälliger Beiträge. 
4.3 Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat, insbesondere gegen den Kodex der innergesellschaftlichen Grundsatzvereinbarungen, durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Das gilt auch, wenn ein Mitglied mit mehr als zwei Mitgliedsbeiträgen im Rückstand ist. Vor der Beschlussfassung ist dem betroffenen Mitglied die Möglichkeit zur Stellungnahme binnen einer Frist von zwei Wochen zu geben. Der Beschluss über den Ausschluss ist dem Ausgeschlossenen mit eingeschriebenem Brief mitzuteilen und hat sofortige Wirkung. Der Vorstand berichtet über den Ausschluss auf der nächsten Mitgliederversammlung. 

§ 5 Mitgliedsbeiträge 
5.1 Der Verein erhebt einen jährlichen Beitrag von allen Mitgliedern. 
5.2 Über die Höhe der Mitgliedsbeiträge entscheidet die Mitgliederversammlung. 
5.3 Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit. 
5.4 Der Vorstand kann in geeigneten Fällen Beiträge ganz oder teilweise für höchstens zwei Jahre erlassen oder stunden. Die Mitgliedschaft bleibt davon unbeeinträchtigt. 
5.5 Der Mitgliedsbeitrag ermäßigt sich auf Antrag ab dem Erreichen des 65. Lebensjahres auf die Hälfte und entfällt auf Antrag ab dem Erreichen des 75. Lebensjahres. Über den Antrag entscheidet der Vorstand. Voraussetzung für die Ermäßigung bzw. das Entfallen des Beitrags ist eine vorhergehende ununterbrochene Mitgliedschaft von mindestens zehn Jahren. 

§ 6 Organe des Vereins
Die Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. 

§ 7 Der Vorstand
7.1 Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Schriftführer, dem Schatzmeister und drei bis fünf Beisitzern. 
7.2 Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Präsidenten, den Vizepräsidenten, den Schriftführer und den Schatzmeister vertreten, wobei jeweils zwei dieser Personen gemeinschaftlich nach außen vertretungsbefugt sind. 
7.3 Die Amtsdauer des Vorstandes beträgt vier Jahre, nach deren Ablauf alle Mitglieder des Vorstandes wieder wählbar sind. 
7.4 Scheidet der Präsident, der Vizepräsident, der Schriftführer oder der Schatzmeister vor Ablauf der Wahlperiode aus dem Vorstand aus, so erfolgt in der nächsten Mitglieder¬ver¬sammlung eine Neuwahl für diesen Posten im Vorstand für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen. 

§ 8 Beschlussfassung des Vorstandes
8.1 Der Vorstand beschließt in allen Angelegenheiten des Vereins, die nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. 
8.2 Der Vorstand fasst seine Beschlüsse im Allgemeinen in Vorstandssitzungen, die vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten schriftlich, fernmündlich, durch Telefax oder E-Mail einberufen werden. Die Einberufungsfrist beträgt drei Wochen. 
8.3 Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Vorstandsmitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten, bei dessen Abwesenheit die des Vizepräsidenten. Sind weniger als vier Vorstandsmitglieder anwesend, ist eine zweite Vorstandssitzung mit einer Frist von zwei Wochen einzuberufen. Die Beschlussfähigkeit ist dann unabhängig von der Zahl der anwesenden Vorstandsmitglieder gegeben. 
8.4 Ein gültiger Beschluss ist auch in schriftlichem oder telekommunikativem Verfahren erreichbar, jedoch nur bei Einstimmigkeit über die Durchführung des Beschlussverfahrens. Verlangt ein Vorstandsmitglied statt des Verfahrens die Abhaltung einer Vorstandsitzung, muss diese einberufen werden. 

§ 9 Mitgliederversammlung
9.1 Die Mitgliederversammlung ist das zentrale Beschlussorgan des Vereins. Sie beschließt über alle Angelegenheiten, die ihr vom Gesetz oder der Satzung zugewiesen sind oder ihr vom Vorstand unterbreitet werden. Dazu gehören insbesondere: 
- Entgegennahme des Berichts vom Präsidenten und Schatzmeister
- Entlastung des Vorstands
- Wahl der Vorstandsmitglieder
- Wahl der Rechnungsprüfer
- Festsetzung der Beiträge
- Satzungsänderungen
- Verwendung von Beiträgen und Vermögen des Vereins
- Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins
- Abberufung des Vorstandes
9.2 In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende, ordentliche Mitglied eine Stimme. Fördernde Mitglieder und studentische Mitglieder haben kein Stimmrecht. 
9.3 Die Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Vereins schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung wird vom Vorstand vorgeschlagen. 
9.4 Jedes ordentliche Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliederversammlungen gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung. Zur Annahme des Antrags ist eine einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. 
9.5 Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von 1/5 aller Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die nachfolgenden Vorschriften entsprechend. 
9.6 Die Mitgliederversammlung wird vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Leiter. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen; der Protokollführer wird vom Versammlungsleiter bestimmt. Zum Protokollführer kann auch ein Nichtmitglied bestimmt werden. Das Protokoll wird vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer unterschrieben. 

§ 10 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung
10.1 Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen. 
10.2 Die Mitgliederversammlung beschließt in offener Abstimmung, wenn nicht mindestens 1/10 der anwesenden Mitglieder geheime Stimmabgabe verlangt. Die Beschlussfassung erfolgt im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. 
10.3 Zur Änderung der Satzung ist jedoch eine Mehrheit von 2/3 der abgegebenen gültigen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine von 4/5 erforderlich. Eine Änderung des Zwecks des Vereins kann nur mit Zustimmung aller Mitglieder beschlossen werden. Die schriftliche Zustimmung der in der Mitgliederversammlung nicht erschienenen Mitglieder kann nur innerhalb eines Monats gegenüber dem Vorstand erklärt werden. 
10.4 Über Satzungsänderungen, die von dem Registergericht oder dem Finanzamt verlangt werden, kann der Vorstand in eigener Zuständigkeit entscheiden. Er berichtet hierüber der nächsten Mitgliederversammlung. 
10.5 Bei Beschlüssen über die Entlastung geschäftsführender Organe haben Mitglieder, die mit der Geschäftsführung befasst sind, kein Stimmrecht. 

§ 11 Wahlen
11.1 Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand. 
11.2 Die Wahl des Vorstandes wird durch die Wahlordnung geregelt. 
11.3 Zur Abberufung des Vorstandes ist eine Mehrheit von 2/3 der abgegebenen gültigen Stimmen der Mitgliederversammlung notwendig. Hat die Mitgliederversammlung durch Zweidrittel-Mehrheitsbeschluss die Abberufung des Vorstandes beschlossen, so wählt sie in derselben Sitzung für den Rest der Wahlperiode einen neuen Vorstand. 

§ 12 Rechnungsprüfer
Die Mitgliederversammlung wählt mit einfacher Mehrheit zwei Rechnungsprüfer. Die Rechnungsprüfer dürfen nicht Mitglied des amtierenden Vorstandes sein, sie müssen nicht Mitglied des Vereins sein. Die Rechnungsprüfer haben den Bericht des Schatzmeisters auf seine Richtigkeit zu prüfen. 

§ 13 Auflösung des Vereins
13.1 Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Förderung der Erziehung und Volksbildung, speziell zur Förderung des Gesanges in Deutschland. 
13.2 Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Präsident und der Vi-zepräsident gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. 

§ 14 Inkrafttreten der Satzung
Diese Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.