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Gesangspädagogisches Zertifikat (GPZ) des BDG 2011

Auch 2011 führt der Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen (BDG) einen Lehrgang zum Erwerb des „Gesangspädagogischen Zertifikats des BDG (GPZ)“ durch. Dieser Lehrgang steht sowohl Mitgliedern des BDG als auch Interessenten außerhalb des BDG offen. Dabei ist sowohl eine aktive als auch eine passive
Teilnahme möglich.

ZIEL UND ZIELGRUPPE

Das Angebot richtet sich
• an Sängerinnen und Sänger mit ausschließlich künstlerischer Ausbildung
• an gesangspädagogisch bzw. stimmbildnerisch Tätige
• an Schul- und Kirchenmusiker/innen
• an Chor- und Ensembleleiter/innen
die noch über keine entsprechende fachdidaktische Ausbildung verfügen.

Die Ausbildung versetzt die Teilnehmer in die Lage, einen zeitgemäßen, qualifizierten, schülergerechten, auf fundierten pädagogischen und gesangswissenschaftlichen Kenntnissen basierenden Unterricht zu erteilen.

Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich an den gesangspädagogischen Lehrprogrammen der Hochschulen. Die Ausbildung ersetzt jedoch nicht ein Hochschulstudium im Fach Gesangs- pädagogik, das GPZ ist folglich keine berufliche Qualifikation im Sinne eines Hochschul- abschlusses.

VORAUSSETZUNGEN

Die stimmliche und gesangskünstlerische Disposition muss eine brauchbare Vorbildfunktion im Unterricht abgeben können. Daher setzt die Teilnahme ein absolviertes mindestens acht- semestriges Gesangsstudium oder einen gleichwertigen künstlerischen Eignungsnachweis voraus.

Bei Bewerbern ohne künstlerisches Gesangsstudium wird die stimmliche bzw. gesangs- künstlerische Qualifikation durch eine Eignungsprüfung festgestellt. Die Eignungsprüfungen werden vom Vorstand des BDG in Zusammenarbeit mit den Dozenten organisiert und durchgeführt. Orte, Termine und vorzubereitendes Repertoire werden den Bewerbern nach Eingang der Bewerbung mitgeteilt.

Für die Erteilung von Gesangunterricht ist ein Mindestmaß an musiktheoretischen Kenntnissen und gesangspraktischem Klavierspiel nötig. Die Fähigkeiten im Klavierspiel sollten das Vorspielen und Begleiten von Stimmbildungsübungen sowie einfachen Volks- und Kunstliedern ermöglichen. Wer über solche Kenntnisse und Fähigkeiten bisher nicht oder nur wenig verfügt, dem wird eine dies- bezügliche Weiterbildung dringend empfohlen.

Für eine passive Teilnahme am Lehrgang sind keine besonderen Voraussetzungen zu erfüllen.

AUSBILDUNG

Die Ausbildung umfasst vier Wochenenden mit Vorlesungen, Unterrichtsseminaren und praktischen Übungen sowie Fachdiskussionen.

Nach der für alle Teilnehmer obligatorischen Ausbildung in den Grundlagen der Gesangspädagogik und einer klassischen Unterrichtspraxis (Seminare I und II) muss für die Seminare III und IV eine Spezialisierung in zwei Modulen gewählt werden:

• A: Klassische Gesangsausbildung
• B: Gesangsausbildung/Stimmbildung im Bereich Jazz/Rock/Pop/Musical


Zur Ausbildung gehören außerdem 10 Hospitationen bei gesangspädagogisch qualifizierten Lehrkräften:

• 5 Hospitationen bei Lehrkräften an Hochschulen
• 5 Hospitationen bei Lehrkräften an Musikschulen oder bei Privatgesanglehrern
Die Hospitationen sind nachzuweisen und zu dokumentieren (Hospitationsprotokolle).

Am Ende des Lehrgangs steht eine Abschlussprüfung.

INHALTE

I. Grundlagen der Gesangspädagogik

• Stimmphysiologie/Gesangsphoniatrie
• Pädagogische, psychologische, akustische und phonetische Aspekte der Gesangspädagogik
• Grundlagen der Didaktik und Methodik des Gesangunterrichtes

II. Praxis des Gesangunterrichtes

• Praxis der Stimmanalyse
• Praxis der Stimmbildung
• Lehrdemonstrationen mit Probanden (Klassisch; Rock/Pop/Musical)
• Betreutes Unterrichten mit Probanden (Klassisch; Rock/Pop/Musical)
• Hospitationen

Folgende Fachbücher sollten im Verlauf der Ausbildung studiert werden:

Wolfram Seidner ABC des Singens
Henschel-Verlag Berlin, 2007

Gerhard Faulstich Singen lehren - Singen lernen
Wißner-Verlag Augsburg, 2006

Michael Pezenburg Stimmbildung
Wissenschaftliche Grundlagen - Didaktik - Methodik
Wißner-Verlag Augsburg, 2007

Darüber hinaus werden folgende Veröffentlichungen zur thematischen Vertiefung empfohlen:

W. Seidner/J. Wendler Die Sängerstimme
Henschel-Verlag Berlin, 2004

H. v. Bergen Unsere Stimme - ihre Funktion und Pflege, Bd. I + II
Musikverlag Müller & Schade Bern, 2002

ABSCHLUSSPRÜFUNG

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer eine vollständige Teilnahme und die erforderlichen Hospitationen nachweisen kann. Eventuell versäumte Seminare können nach Absprache mit den Dozenten im Folgejahr nachgeholt werden. (Der gesamte GPZ-Lehrgang sollte aber nach zwei Jahren abgeschlossen sein.)

Die Abschlussprüfung besteht aus folgenden Teilen (je 30 Minuten)

• Stimmphysiologie/Gesangsphoniatrie (mündliche Prüfung)
• Lehrprobe I: Klassischer Gesangunterricht (obligatorisch für alle Teilnehmer)
• Lehrprobe II: je nach Spezialisierung (klassisch oder Jazz/Rock/Pop/Musical)
• Methodikprüfung (mündlich)


Die Prüfungskommission besteht in der Regel aus den Dozenten der Lehrgänge und Beisitzern, die vom Vorstand des BDG bestellt werden.

Nach bestandener Prüfung wird das “Gesangspädagogische Zertifikat des BDG (GPZ)” verliehen mit ausgewiesenen Unterrichts- und Prüfungsfächern.

DOZENTEN

Für 2011 sind wieder folgende Dozenten vom Vorstand des BDG verpflichtet worden:

für Didaktik/Methodik für Stimmphysiologie/Gesangsphoniatrie

Prof. Elisabeth Bengtson-Opitz (Hamburg) Prof. Dr. Wolfram Seidner (Berlin)
Prof. Gerhard Faulstich (Hannover)
(Klassischer Gesangunterricht)

Dr. Michael Büttner (Potsdam)
Prof. Noelle Turner (Essen)
(Gesangunterricht im Bereich Jazz/Rock/Pop/Musical)

Nach Bedarf können weitere Gastdozenten hinzugezogen werden.

ORTE UND TERMINE

Alle Seminare sowie die Prüfungen 2011 finden in Fulda statt:

Seminare I, III und IV und Prüfungen im

Bonifatiushaus
Haus der Weiterbildung der Diözese Fulda Telefon 0661 8398-0
Neuenberger Str. 3-5 Telefon 0661 8398-0
36041 Fulda

info@bonifatiushaus.de www.bonifatiushaus.de

Seminar II im

Kloster Frauenberg
Am Frauenberg 1 Telefon 0661 1095-217
36039 Fulda Telefax 0661-1095-216

gaestehaus@kloster-frauenberg.de www.kloster-frauenberg.de


Termine (jeweils Freitag 15 Uhr bis Sonntag 15 Uhr)


Seminar I Fr., 11. März bis So., 13. März 2011

Seminar II Fr., 29. April bis So., 1. Mai 2011

Seminar III Fr., 24. Juni bis So., 26. Juni 2011

Seminar IV Fr., 7. Okt. bis So., 9. Okt. 2011

Prüfungen Sa., 19. Nov. 2011 11 bis 18 Uhr
So., 20. Nov. 2011 11 bis 15 Uhr

Sa., 3. Dez. 2011 11 bis 18 Uhr
So., 4. Dez. 2011 11 bis 15 Uhr

KOSTEN UND ANMELDUNG

Kursgebühren

Gesamtpreis für aktive Teilnahme am GPZ des BDG (inkl. Prüfung)
für Nichtmitglieder 1300 €
für BDG-Mitglieder 1200 €

bei passiver Teilnahme pro Wochenende
für Nichtmitglieder 200 €
für BDG-Mitglieder 150 €

Darin sind alle Leistungen des BDG bei vier Seminaren und die Abschlussprüfung enthalten.
Reise, Unterkunft und Verpflegung gehen zu Lasten der Teilnehmer (siehe unten).

Kosten für Unterkunft und Verpflegung
• Bonifatiushaus Fulda (Stand: Juli 2010)

€ 57,50 pro Tag und Person im Doppelzimmer + Vollverpflegung (4 Mahlzeiten)
€ 66,50 pro Tag und Person im Einzelzimmer + Vollverpflegung (4 Mahlzeiten)

(Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden direkt ans Bonifatiushaus bezahlt.)

• Kloster Frauenberg (Stand: Juli 2010)

€ 64,- pro Tag und Person im Doppelzimmer + Vollverpflegung (4 Mahlzeiten)
€ 67,- pro Tag und Person im Einzelzimmer + Vollverpflegung (4 Mahlzeiten)

(Diese Kosten werden an den BDG bezahlt, der dann mit dem Kloster Frauenberg abrechnet.)


Für die Anmeldung zur aktiven Teilnahme bitte das Anmeldeformular (herunterzuladen unter www.bdg-online.org/GPZ ausfüllen, unterschreiben und zusammen mit den erbetenen Unterlagen per Post an Elisabeth Graf senden (Adresse unten).

Anmeldungen ab 10. August 2010; Anmeldeschluss für aktive Teilnahme: 30. November 2010 (Verlängerung der Frist ist möglich, wenn noch nicht alle Plätze vergeben sind
Mindestteilnehmerzahl: 12 aktive Teilnehmer (maximal 24 aktive Teilnehmer)

Für passive Teilnahme genügt eine Anmeldung per E-Mail bis zwei Wochen vor dem betreffenden Wochenende.

Bei der Zulassung zur Teilnahme entscheidet die Reihenfolge der Anmeldungen, prinzipielle Zulassung vorausgesetzt (siehe unter „Voraussetzungen“).





Prof. Dr. Jan Hammar Elisabeth Graf
(Präsident des BDG) (im BDG-Vorstand verantwortlich für das GPZ)

Anfragen und Anmeldungen an:

Elisabeth Graf 02234-202 5944
Lübecker Str. 9 0175-5425244
50858 Köln mail@graf-contralto.de

 

Ausschreibung 2011 pdf
[Download pdf]

Anmelde Formular
GPZ 2011 pdf
[Download pdf]

 

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